4 Mythen über den Menstruationszyklus - und was an ihnen dran ist
- silvanabirrer0
- 20. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 22. Jan.

1. Mythos: Nur ein 28‑Tage‑Zyklus ist normal
Viele Menschen glauben, dass ein Menstruationszyklus immer 28 Tage dauern muss. Das stimmt jedoch nicht. Ein Zyklus zwischen 21 und 35 Tagen gilt als völlig normal und unbedenklich.
Auch wenn dein Zyklus einmal kürzer oder länger ausfällt, ist das kein Grund zur Sorge. Frage dich in solchen Momenten, wie es dir gerade geht und ob sich etwas in deinem Alltag verändert hat. Stress, Schlafmangel oder emotionale Belastungen können den Zyklus beeinflussen – unser Körper reagiert sehr sensibel auf innere und äussere Veränderungen.
Mögliche Ursachen für stärkere Schwankungen sind unter anderem:
Reisen oder Jetlag
Stress
starke Gewichtsveränderungen
Infekte
Sehr intensiver Sport
Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel
Das Absetzen der Pille
Erst wenn dein Zyklus mehrfach hintereinander deutlich ausserhalb des Bereichs von 21 bis 35 Tagen liegt oder du zusätzliche Beschwerden hast – etwa starke Schmerzen, sehr starke Blutungen, Anzeichen einer Infektion oder einfach ein ungutes Gefühl – solltest du eine Fachperson aufsuchen.
2. Mythos: Der Eisprung findet immer am 14. Tag des Menstruationszyklus statt
So wie die Länge des Menstruationszyklus variieren kann, unterscheidet sich auch der Zeitpunkt des Eisprungs von Person zu Person und das ist völlig normal. Deine aktuelle Lebenssituation, dein Stresslevel, dein Schlaf, deine Ernährung und deine hormonelle Balance können den Eisprung beeinflussen.
Was jedoch relativ konstant bleibt, ist die Lutealphase – also die Phase zwischen Eisprung und Beginn der Menstruation. Sie dauert bei den meisten Menschen 12 bis 16 Tage und schwankt nur um ein bis zwei Tage bei einer Person. Wenn dein Zyklus also unterschiedlich lang ist, liegen diese Schwankungen fast immer in der Follikelphase, der ersten Zyklusphase, in der die Menstruation stattfindet und die Follikel heranreifen.
Ein Zyklustagebuch kann dir helfen, deinen Körper besser zu verstehen. Wenn du deinen Zyklus über mehrere Monate hinweg trackst, erkennst du Muster und bekommst ein Gefühl dafür, wie dein individueller Rhythmus aussieht.
Lade dir hier mein erstelltes Zyklusjournal herunter um deinen Zyklus genauer zu beobachten!
3. Mythos: Während der Periode schwanger zu werden ist nicht möglich
Viele Menschen gehen davon aus, dass während der Menstruation keine Schwangerschaft möglich ist. Dieser Mythos hält sich hartnäckig, ist aber falsch. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit geringer ist, kann eine Schwangerschaft während der Periode durchaus entstehen.
Der Grund dafür liegt in der natürlichen Variabilität des Zyklus. Spermien können im Körper bis zu fünf Tage überleben. Wenn dein Eisprung also früher stattfindet als üblich oder dein Zyklus generell eher kurz ist, kann es passieren, dass Spermien noch vorhanden sind, wenn dein Einsprung stattfindet.
Wie bei vielen Aspekten des Zyklus spielt auch hier deine individuelle hormonelle Situation eine grosse Rolle. Stress, Schlaf, Ernährung oder Veränderungen im Alltag können, wie oben schon beschrieben, beeinflussen, wann dein Eisprung stattfindet.
Wenn du deinen Zyklus besser verstehen möchtest, kann auch hier ein Zyklustagebuch oder das Tracken deiner Körperzeichen (z. B. Zervixschleim, Basaltemperatur) sehr hilfreich sein. So erkennst du mit der Zeit, wie dein Körper funktioniert und welche Muster typisch für dich sind.
Wenn du nicht weisst, wie du ein Zyklustagebuch führen oder deinen Zyklus tracken sollst, ist es ratsam hier die Unterstützung einer Fachperson in Anspruch zu nehmen.
4. Mythos: Schmerzen, Unwohlsein und Beschwerden während der Menstruation sind normal – da müssen wir einfach durch
Dieser Mythos hält sich hartnäckig. Doch die Wahrheit ist: Nein, du musst starke Schmerzen, intensives Unwohlsein oder ausgeprägte Beschwerden vor und während deiner Periode nicht einfach aushalten.
Während der Menstruation arbeitet dein Körper auf Hochtouren. Die Gebärmutterschleimhaut, die sich im Laufe des Zyklus aufgebaut hat, wird abgebaut und ausgeschieden. Gleichzeitig befinden sich deine Hormone auf einem Tiefpunkt. Dass Menschen mit Uterus in dieser Phase müder sind und deutlicher spüren, dass im Körper etwas passiert, ist völlig normal.
Du darfst dir eingestehen, dass dein Körper gerade viel leistet. Du darfst dir mehr Ruhe gönnen, auf deine Bedürfnisse hören und dir Zeit nehmen für das, was dir guttut.
Leider fällt es vielen Menschen in unserer heutigen Gesellschaft schwer, diese Signale ernst zu nehmen. Das Ignorieren körperlicher Bedürfnisse kann – zusätzlich zu hormonellen Dysbalancen – dazu führen, dass dein Körper „lauter“ wird, um dir mitzuteilen, dass etwas verändert werden sollte.
Sehr starke oder einschränkende Beschwerden musst du nicht akzeptieren. In solchen Fällen ist es sinnvoll, eine Fachperson aufzusuchen, um herauszufinden, wie du deinen Körper bestmöglich unterstützen kannst.
Oft lassen sich Beschwerden bereits mit einfachen Anpassungen im Alltag lindern, zum Beispiel durch:
Ernährung
Bewegung
Mindset-Arbeit
Naturheilmittel
Ätherische Öle
Sanfte Eigenbehandlungen (z.B. Ölkompressen)
Mache den ersten Schritt zu einem besseren Wohlbefinden, körperlich und psychisch. Erweitere dein Wissen zum Menstruationszyklus und lernen deinen Zyklus besser kennen! Online oder vor Ort, ich freue mich von dir zu hören:




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