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Stressverstärkende Gedanken – und wie du dein Stressempfinden beeinflussen kannst

  • silvanabirrer0
  • 22. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Stress ist ein komplexes Zusammenspiel aus körperlichen Reaktionen, emotionalen Prozessen und kognitiven Bewertungen. Unser Nervensystem reagiert nicht nur auf äussere Belastungen, sondern auch darauf, wie wir diese innerlich einordnen. Genau hier beginnt wirksame Stressbewältigung.


Wie entsteht Stress? Eine verständliche Erklärung



Wenn wir einer Situation begegnen, die unser System als belastend, also als Stressor einstuft, folgt automatisch eine innere Bewertung: Wie gefährlich ist das? Habe ich genug Ressourcen, um damit umzugehen? Erst danach setzt die körperliche Stressreaktion ein.




Ein Beispiel aus dem Alltag

Eine Frau blickt morgens auf ihren Terminkalender und die lange To‑do‑Liste.


Innere Bewertung: Gedanken wie:«Wie soll ich das alles schaffen?», «Nur wenn ich alles erledige, bin ich gut genug.», «Wenn ich heute nicht einkaufe, haben wir nichts zum Abendessen.»


Einschätzung der eigenen Ressourcen: «Ich bin müde.», «Ich fühle mich allein verantwortlich.», «Ich muss das alles alleine schaffen.»


Stressreaktionen: Verspannte Muskulatur, Nacken- und Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, innere Unruhe, Gedankenkreisen.


Warum es nicht darum geht, Stress zu vermeiden

Ein Leben ohne Stress ist weder realistisch noch erstrebenswert. Stress gehört zu unserem Alltag. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen. Es lohnt sich daher, die eigenen Gedankenmuster zu reflektieren. Ein zentraler Ansatz dafür ist die mentale Stressbewältigung.


Stressverstärkende Gedanken erkennen

Unsere Stressreaktion hängt stark davon ab, wie wir Situationen interpretieren. Viele Menschen tragen unbewusste Glaubenssätze in sich, die Stress verstärken.



Typische stressverstärkende Gedanken sind:

  • Ich muss alles alleine schaffen

  • Ich muss durchhalten

  • Ich darf keine Schwäche zeigen

  • Ich muss perfekt sein

  • Ich muss die Kontrolle behalten


Diese Gedanken sind eng mit unseren Werten, Normen und inneren Ansprüchen verbunden, oft tief verankert und lange unbewusst.


Der erste Schritt zu einem gesünderen Umgang mit Stress ist deshalb, diese Muster bei sich zu erkennen. Der zweite Schritt besteht darin, sie zu hinterfragen und in förderliche Einstellungen umzuwandeln.


Förderliche Einstellungen können sein:

  • Ich darf auf meine Bedürfnisse hören

  • Ich darf meine Grenzen wahren

  • Ich darf Fehler machen

  • Ich darf Schwäche zeigen

  • Ich darf Unterstützung annehmen


Solche neuen inneren Haltungen stärken deine Resilienz und reduzieren langfristig dein Stressempfinden.


Wünschst du dir Unterstützung beim Umgang mit Stress?

Belastet dich Stress im Alltag und möchtest du deine stressverstärkenden Gedanken nachhaltig verändern? Ein psychologisches Coaching kann dir helfen, Klarheit zu gewinnen, innere Muster zu transformieren und einen gesünderen Umgang mit Belastungen zu entwickeln.

Buche jetzt ein Vor- oder Erstgespräch. Ich freue mich darauf, dich auf deinem Weg zu mehr Leichtigkeit und innerer Stärke zu begleiten.


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Quelle Text: Kaluza G. (2023). Stressbewältigung. Das Manual zur psychologischen Gesundheitsförderung. (5. Auflage). Springer Verlag GmbH, DE.

 
 
 

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