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PMS - was steckt dahinter und was hilft wirklich?

  • 11. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Stimmungsschwankungen, Erschöpfung, Blähbauch, Kopfschmerzen oder Reizbarkeit. Viele Frauen kennen diese Beschwerden in den Tagen vor der Menstruation. Das Prämenstruelle Syndrom, kurz PMS, betrifft einen Grossteil der Frauen. Trotzdem wird es häufig bagatellisiert oder als normal abgetan.


Doch was steckt wirklich dahinter und was kann helfen?



Was ist PMS überhaupt

PMS bezeichnet eine Reihe körperlicher und emotionaler Beschwerden, die in der zweiten Zyklushälfte auftreten, also nach dem Eisprung bis zum Beginn der Menstruation. Die Symptome verschwinden meist kurz nach dem Einsetzen der Blutung.


Typische PMS Symptome sind:

• Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Weinerlichkeit oder erhöhte Emotionalität

• Erschöpfung und Antriebslosigkeit

• Blähbauch und Verdauungsbeschwerden

• Spannungsgefühl in den Brüsten

• Kopfschmerzen oder Migräne

• Wassereinlagerungen

• Schlafprobleme

• Heisshungerattacken, besonders auf süsse Lebensmittel

• Unreine Haut

 

Warum entsteht PMS

PMS entsteht nicht durch einen einzelnen Auslöser. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen. Hier findest du häufige Ursachen.


Hormonelle Schwankungen: Ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron wirkt sich auf viele körperliche Prozesse aus und kann auch unsere Stimmung deutlich beeinflussen. Auch andere für den Zyklus wichtige Hormone können aus der Balance geraten und so das Wohlbefinden spürbar verändern.


Belasteter Stoffwechsel und Ausscheidungsorgane: Leber, Darm und Lymphsystem spielen eine zentrale Rolle im Abbau und in der Regulation von Hormonen. Wenn diese Organe überlastet sind, können überschüssige Hormone nicht optimal verarbeitet werden. Dadurch können PMS Beschwerden stärker ausfallen.


Chronischer Stress: Stress erhöht den Cortisolspiegel und beeinflusst damit direkt den Hormonhaushalt. Der Körper priorisiert in stressigen Phasen die Stressbewältigung vor der Fortpflanzungsfunktion. Viele Frauen bemerken deshalb, dass ihre PMS Beschwerden in belastenden Lebensphasen deutlich zunehmen.


Nährstoffmangel: Bestimmte Mikronährstoffe sind wichtig für eine stabile Hormonbalance. Ein Mangel kann PMS Symptome verstärken, oft ohne dass man es direkt damit in Verbindung bringt.

 

Was beeinflusst PMS und warum ist das individuell

Es gibt keine Einheitslösung bei PMS, weil jeder Körper anders reagiert und verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Was einer Frau hilft, muss bei einer anderen nicht wirksam sein. Deshalb lohnt es sich, genauer hinzuschauen, welche Bereiche bei dir persönlich Einfluss haben.


Ernährung und ihr Einfluss auf PMS

Was wir essen, beeinflusst den Hormonhaushalt und damit die Zyklusgesundheit. Einige Lebensmittel fördern entzündliche Prozesse im Körper. Da PMS häufig mit einer erhöhten Entzündungsbereitschaft einhergeht, können solche Lebensmittel Beschwerden wie Schmerzen, Stimmungsschwankungen oder Erschöpfung verstärken.


Gleichzeitig gibt es Lebensmittel, die den Körper dabei unterstützen, überschüssige Hormone und Abbauprodukte auszuscheiden. Wenn dieser Prozess gut funktioniert, kann sich der Hormonhaushalt stabilisieren und PMS Beschwerden können sich reduzieren.


Auch der Blutzuckerspiegel spielt eine wichtige Rolle. Starke Schwankungen beeinflussen Stimmung und Energie und können die hormonelle Balance stören.


Stress und das Nervensystem

Stress ist nicht nur ein psychisches Thema. Er hat direkte Auswirkungen auf den Hormonhaushalt. Wenn der Körper dauerhaft unter Stress steht, werden Ressourcen umverteilt und der Zyklus wird weniger priorisiert. Das kann dazu führen, dass die zweite Zyklushälfte deutlich beschwerlicher wird.


Viele Frauen bemerken, dass ihre PMS Beschwerden in besonders belastenden Lebensphasen zunehmen. Das ist kein Zufall, sondern eine direkte Verbindung zwischen Nervensystem und Zyklus.


Bewegung und ihre Wirkung auf den Zyklus

Körperliche Bewegung beeinflusst Hormone, Entzündungsprozesse und das Nervensystem. Dabei kommt es nicht nur darauf an, ob man sich bewegt, sondern auch wie und zu welchem Zeitpunkt im Zyklus. Die Art und Intensität der Bewegung kann PMS Beschwerden lindern oder verstärken, je nachdem, was der Körper in dieser Phase braucht.


Leber, Darm und Lymphsystem

Diese drei Systeme sind zentral für die Hormonregulation. Die Leber baut Hormone ab, der Darm sorgt für die Ausscheidung und das Lymphsystem unterstützt den Transport von Stoffwechselprodukten. Wenn eines dieser Systeme überlastet ist, kann das den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringen und PMS Beschwerden verstärken. Die gute Nachricht ist, dass sich alle drei Bereiche gezielt unterstützen lassen.


Den eigenen Zyklus beobachten

Wer seinen Zyklus kennt, versteht seinen Körper besser. Ein Zyklustagebuch kann helfen, Muster zu erkennen. Wann treten welche Beschwerden auf, was hat sich verändert, was tut gut und was nicht. Diese Beobachtungen sind wertvolle Hinweise, die zeigen, wo individuell angesetzt werden kann.



Wann ist professionelle Unterstützung sinnvoll

Wenn PMS deine Lebensqualität stark beeinträchtigt, du dich in der zweiten Zyklushälfte kaum leistungsfähig fühlst oder die Beschwerden trotz Veränderungen nicht besser werden, kann professionelle Unterstützung hilfreich sein.

Im Zykluscoaching schauen wir gemeinsam genau hin. Was passiert in deinem Zyklus. Welche Bereiche deines Lebens beeinflussen deine Beschwerden. Und welche individuellen Massnahmen können dir konkret helfen.

Du musst PMS nicht einfach hinnehmen. Dein Körper sendet dir Signale und es lohnt sich, ihnen zuzuhören.


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